Kathedrale von Elne

Tauchen Sie in die Welt der sakralen Kunst ein…

 

Die Kathedrale von Elne war seit dem Jahr 587 n.Chr. Bischofssitz, wurde 1069 geweiht und trägt den Namen zu Ehren der beiden Schutzpatroninnen Eulalia und Julia von Korsika. Sie wurde 1602 umfirmiert zum Bistum Perpignan-Elne und die Reliquien der Schutzpatroninnen in die Kathedrale St Jean nach Perpignan verlegt.
Heute zählt die Kathedrale von Elne zu den bedeutendsten sakralen Baudenkmälern der Region. Das romanische Kirchenschiff wird von Seitenschiffen flankiert und verfügt über eine halbkreisförmig gerundete Apsis, die von einem halben Kegeldach überdeckt ist. Man erkennt sehr gut, dass der Bau nicht in einem Zuge errichtet wurde. Cathedrale et cloitre d Elne6
Bestaunen Sie das wertvolle religiöse Mobiliar mit dem Altaraufsatz aus wunderbar verziertem Holz des Saint Michel (aus dem 14.Jahrhundert), dem Taufbecken aus der Römerzeit, sowie eine reichhaltige Objektsammlung von sakraler Kunst, die wegen der Schönheit ihrer Ausführung und den dabei verwendeten kostbaren Materialien von außergewöhnlichen Wert sind.
Im nördlichen Seitenschiff befindet sich ein großes Holzkreuz mit den Leidenswerkzeugen, auch „Arma-Christi-Kreuz“ genannt, das sehr typisch für Katalonien ist. Diese Kreuze werden auch als Passionskreuze bezeichnet, da sie der tatsächlichen Form des Kreuzes Jesu nachempfunden wurden das sein Leiden widerspiegelt.
Das Kloster ist eine einzigartige kulturhistorische Stätte des Roussillon. Der faszinierende Kreuzgang aus grauem, mit blauen Adern durchzogenem Marmor stammt aus den Steinbrüchen von Céret und verfügt über außergewöhnlich schöne romanische Skulpturen. Bei einem Spaziergang ab dem Südportal lassen sich die verschiedenen Techniken der Baumeister zwischen dem 12. und 14.Jahrhundert erkennen. 
Im ältesten Teil des Klosters, der Südgalerie lassen sich beeindruckende Säulenkapitelle bewundern, die mit verschiedensten Bestien, Blattwerk und Blüten verziert sind. Beachten Sie auch die Skulptur der Schaffung Adam und Evas.
Die West- und Nordgalerien stammen aus dem 13.Jahrhundert. Die romanischen Motive der letztgenannten sind nicht den Originalen nachempfunden, sondern den Kopien der Westgalerie und deshalb von minderer Qualität. Der Stil wandelt sich hier zur Gotik, auf den historischen Pfeilern mit zahlreichen Verzierungen erzählen Engel mit erhobenen Armen und ausgestreckten Händen aus verschiedenen Kapiteln der 
Bibel : die Verkündung Maria, Marias Heimsuchung, die Geburt Jesu, die Flucht nach Ägypten, die Entschlafung Mariens…
Im angrenzenden Kapitelsaal lassen sich reiche Schätze bestaunen, wie der sehr seltene liturgische Schrank aus dem 14.Jahrhundert, dessen bemalte Verzierungen noch in einem außerordentlich guten Zustand sind. Ein überdimensionaler Wandfries lässt sich nicht übersehen. Er repräsentiert in eindrucksvoller Weise die chronologische Abfolge der 2000 Jahre alten Geschichte von Elne.
In einem kleinen Museum lassen sich archäologische Funde besichtigen, die einen Einblick in das damalige Leben gewähren. Zahlreiche Überlieferungen zeugen von einer Kultur, die auf ständigem grenzübergreifendem Austausch beruhte.

 

 

Cloître d'Elne

Détail du Cloître d'Elne

L'orgue de la cathédrale d'Elne

Cathedrale et cloitre d'Elne